Zahl der Privatinsolvenzen auf Rekordniveau

Privatinsolvenz, Verbraucherinsolvenz, Insolvenzstatistik,Immer mehr Verbraucher in Deutschland nutzen das Privatinsolvenzverfahren, um schuldenfrei zu werden: Laut neuester Veröffentlichung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform erhöhte sich die Zahl der Verbraucherinsolvenzen auf bisher 111.800 im laufenden Jahr 2010 und damit deutlich im Verhältnis zum Vorjahr (2009: 100.790 Verbraucherinsolvenzverfahren). Es handelt sich um einen Rekord seit Einführung der Möglichkeit für Privatpersonen, sich durch ein Insolvenzverfahren zu entschulden im Jahr 1999.
Als verbreitete Gründe für Privatpleiten sind zu beobachten: unwirtschaftliche Haushaltsführung (Haus- und Autofinanzierung), Arbeitslosigkeit Trennung, Scheidung und Tod des Partners sowie scheiternde Selbstständigkeit.

Im Unterschied zu der von Creditreform festgestellten Statistik stellen wir in unserer Beratung – insbesondere von Einzelunternehmern und Freiberuflern zur Regulierung von Schulden – fest, dass der Trend immer mehr zur Insolvenzvermeidung geht und auch im Interesse der betroffenen Gläubiger immer häufiger Konzepte zur außergerichtlichen Einigung zielführend sind. Angesichts der Tatsache, dass in Insolvenzverfahren bei Privatpersonen die Insolvenz-Quote (das, was die Gläubiger nach Abzug der Vergütung für den Insolvenzverwalter/Treuhänder noch anteilig an ihren Forderungen erhalten) sich im 0-1 % Bereich bewegt, ist es nicht verwunderlich, dass alle möglichen Angebote oberhalb der mickrigen in Insolvenzverfahren erzielten Ergebnisse die beteiligten Gläubiger immer mehr überzeugen.

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