Schuldenbarometer: Privatinsolvenzen rückläufig

Schuldenbarometer 2015 PrivatinsolvenzEine erfreuliche Nachricht für alle Betroffenen: die Zahl der Privat-Insolvenzverfahren sind im ersten Halbjahr des laufenden Jahres um 8,9 Prozent zurück gegangen. Laut einer aktuellen Studie der Wirtschaftsauskunftei Bürgel  werden die Privatinsolvenzen 2015 das fünfte Mal in Folge sinken – es werden für das laufende Jahr bis zu 110.000 private Insolvenzen erwartet. Dies wäre der niedrigste Stand der letzten zehn Jahre.

Bürgel-Schuldenbarometer-privatinsolvenzen-deutschland-jahresvergleich

Den vollständigen Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2015 der Wirtschaftsauskunftei Bürgel können Sie hier ansehen.

Nach meiner eigenen Erfahrung werden sowohl im Bereich der Firmeninsolvenzen als auch der Privatinsolvenzen (Verbraucherinsolvenz und Regelinsolvenz von Selbständigen) immer mehr die Möglichkeiten eines Vergleichsverfahrens genutzt. Die Insolvenzvermeidung bedeutet auch für die Gläubiger bessere Aussichten, eine nennenswerte Quote zu erhalten, denn Privatinsolvenzen führen in den allermeisten Fällen zu gar keiner Quote oder einer Quote unterhalb von 5 %. Meist hat nur der Insolvenzverwalter/Treuhänder etwas von den Insolvenzverfahren.

Es lohnt sich daher, eine außergerichtliche Lösung anzugehen – meine Erfahrungen hierbei sind sehr positiv und der Rückgang der bürokratischen Insolvenzverfahren – auch gerade aus Sicht der Gläubiger nach dem Motto „außer Spesen nichts gewesen“ – eine angenehme Folge.

Melden Sie sich gerne in meinem Büro für Fragen zur Insolvenzvermeidung über einen Gläubigervergleich.

2 Kommentare to “Schuldenbarometer: Privatinsolvenzen rückläufig”

  1. Rike says:

    Danke für die Info,eigentlich erfreulich, dass die Privatinsolvenzen zurück gehen.
    Nur denke ich es liegt auch daran, dass (eigene Erfahrung) die Schuldnerberatungsstellen überfordert sind und es Warteschlangen gibt!

    OK – vielleicht liegt es auch daran dass Insolvenzen also vor allem Verbraucherinsolvenzen, eigentlich gar nichts bringen, auch, gerade für die Gläubiger nicht. Es ist reine Bürokratie und am Ende verdienen nur Insolvenverwalter etwas. selbst die (Treuhänder) sind genervt von Verbraucherinsolvenzen, die kaum etwas einbringen. Wozu also?
    Daher finde ich den Weg eines Vergleichsverfahrens, bei dem mehr herauskommt, das schneller geht und auch die Insolvenz für die Überschuldeten vermeidet gut. Ich arbeite selbst als Schuldnerberater und werde meinen Kunden das gerne empfehlen, kann ich auch in schwierigen Fällen Sie empfehlen?

  2. Oliver Gothe-Syren, Rechtsanwalt (Wirtschaftsrecht & Insolvenzrecht), InsolvenzAnwalt - Schuldnerberatung Hamburg says:

    Danke für Ihr Feedback – der Schuldenbarometer (Statistik Privatinsolvenzen 2015) ist von Bürgel.

    Ich teile Ihre Beobachtung, dass auch die Überforderung der Schuldnerberatungsstellen eine Rolle spielt – auch hier in Hamburg gibt es Wartezeiten von 4-12 Monaten bei den Schuldnerberatungsstellen. Der Vorteil ist dadurch, dass dann einige tatsächlich auf die Idee kommen, ein Vergleichsverfahren zu versuchen und nicht standardmäßig in ein Insolvenzverfahren zur rutschen (mit einem 08/15 Standard-Einigungsversuch ohne, dass sich jemand wirklich bemüht).

    Wenn Sie an einem Vergleichsverfahren zur Insolvenzvermeidung Interessierte haben, melden Sie sich gerne bei mir.

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