Gläubigervergleich mit Banken statt Insolvenz

Schulden bei der Bank: Privatinsolvenz oder Schuldenvergleich?

Zur Vermeidung eines Privat-Insolvenzverfahrens/einer Verbraucherinsolvenz ist nach meiner Erfahrung in vielen Fällen ein ausführliches Gespräch mit den Gläubigern zielführend. Statt Insolvenz kann ein Gläubigervergleich (außergerichtliche Schuldenregulierung) für alle Beteiligten schneller zu einer nennenswerten Quote führen.

Privatinsolvenz: geringe Quote für Gläubiger

Wenn Vermögenswerte vorhanden sind, werden bei vielen Gläubigern natürlich Erwartungen geweckt, hierüber in einem Insolvenzverfahren eine nennenswerte Quote erzielen zu können. Wenn man jedoch aus der Praxis den Verlauf der üblichen Verwertungen von Verwalter kennt, ahnt man, was dabei in der Regel herauskommt: Je nach Verwertungsergebnis wird die Verwaltervergütung aufgrund der Massesteigerung und Erhöhungsfaktoren hochgerechnet und für die Gläubiger bleibt oft selbst dann nicht viel übrig – nach einigen Jahren üblicher Verfahrensdauer.

Schuldenregulierung per Vergleich ohne Insolvenz

Dass es schneller und besser laufen kann, hat ganz aktuell eine große Bank in einer meiner Schuldenregulierungs-Fälle erkannt: Es war eine Immobilie vorhanden – das Ergebnis einer Verwertung (bei Zwangsvollstreckung oder auch im Insolvenzverfahren bei „freihändiger Verwertung“ durch einen Verwalter) wäre schätzungsweise nach Abzug der zu erwartenden Kosten so mittelmäßig gewesen.

Nach ausführlicher Darstellung der möglichen Szenarien und offenen Gesprächen hierüber, in denen ich auch über meine Erfahrung aus Insolvenzverfahren (aus den Blickwinkeln der Insolvenzverwaltung, der Gläubiger und Schuldner) berichtete, fanden wir ein für den betroffenen Schuldner als auch Gläubiger (die Bank) gutes Ergebnis: Die Bank verzichtete auf 75% der Forderungen und erhielt aus Drittmitteln (beim betroffenen Schuldner wäre außer der Immobilie wenig zu pfänden) den Vergleichsbetrag von 25%.

Gläubigervergleich statt Insolvenz oder Zwangsversteigerung:

• Höhere Quoten für die Gläubiger.

• Schneller schuldenfrei (wenige Monate statt sechs Jahre).

• Keine hohen Kosten und Eigeninteressen eines Insolvenzverwalters.

Die Bank hat hohe Kosten iF der Verwertung durch einen Verwalter mit zweifelhaftem Ergebnis für eine Quote nach unabsehbarer Verfahrensdauer eingespart und einen nennenswerten feststehenden Anteil erhalten.
Der Betroffene und seine Familie haben nun keine Sorge mehr um ihr Zuhause und sind mit einer aus der Verwandtschaft machbaren Teilzahlung auf einen Schlag die Schulden los: ohne jahrelanges Insolvenzverfahren mit sechsjähriger „Wohlverhaltensperiode“.
Das sind Verhandlungsergebnisse bei denen ich mich für alle Seiten ganz ehrlich freue, dass wir nach offenen Gesprächen einen so guten Regulierungsweg gefunden haben.

Es ist mir ein wichtiges Anliegen, die von einer Insolvenz Betroffenen (auch die Gläubiger) vor den Nachteilen eines Insolvenzverfahrens (vor allem den sehr niedrigen Quoten von durchschnittlich 0-5%) zu schützen und Vergleichsverfahren mit besseren und schnelleren Ergebnissen anzubieten.

Nehmen Sie bei Fragen für die Durchführung eines Vergleichsverfahrens oder für ein unverbindliches Informationsgespräch gerne Kontakt auf.

Nach meiner Erfahrung bei Durchführung von Vergleichsverfahren steigt die Bereitschaft der Gläubiger, statt Insolvenz einer außergerichtlichen Regulierung zuzustimmen. Die auch für Gläubiger schlechtere Aussicht bei Insolvenzverfahren spricht sich immer mehr herum. Sehen Sie hierzu auch aktuelle Fälle von erfolgreichen Vergleichsverfahren an:

(Für weitere Fälle einfach „Vergleich“ oben im Suchfeld eingeben)

Wenden Sie sich gerne mit nachfolgendem Kontaktformular bei mir, um abzusprechen, ob in Ihrem Fall ein Vergleichsverfahren zur außergerichtlichen Einigung/Regulierung ohne Insolvenz möglich ist.

Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kontaktanfragen?

 

8 Kommentare to “Gläubigervergleich mit Banken statt Insolvenz”

  1. N.N. says:

    Haben Sie auch Erfahrung mit Haspa,Commerzbank und anderen Sparkassen?Die Banken wissen das ich nicht die Kredite zurückzahlen kann,das Haus ist hochbelastet und „nichts zu holen“. Ich kann von meiner Familie Geld kriegen um aus den Schulden raus zu kommen,möchte Insolvenz mit 6 Jahren Wohlverhaltensperiode nicht.

  2. Oliver Gothe-Syren, Rechtsanwalt (Wirtschaftsrecht & Insolvenzrecht), InsolvenzAnwalt - Schuldnerberatung Hamburg says:

    Vergleichsverfahren habe ich mit unterschiedlichsten Banken durchgeführt und die Erfahrung gemacht, dass man auch dort ein Insolvenzverfahren wenn möglich vermeiden will. Es ist aber wichtig, gegenüber den Gläubigern/Banken transparent aufzutreten und die Lösungsmöglichkeiten aktiv anzubieten. Solche gibt es in vielen Fällen.

  3. Frank says:

    Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,ich habe Probleme mit Rückzahlung betreffend Sparda-Bank und Deutsche Bank. Ich habe meinen Job verloren und möchte aber nicht in Insolvenz.Da bekommen die Banken auch nichts, bekomme aber Unterstützung aus der Familie.Sie schreiben von Gläubigervergleich mit bank-können Sie das machen?Ich möchte einen erfahrenen InsolvenzAnwalt bzw. anwaltlichen Schuldnerberater,ich komme nicht aus Hamburg sondern aus Berlin.

  4. Oliver Gothe-Syren, Rechtsanwalt (Wirtschaftsrecht & Insolvenzrecht), InsolvenzAnwalt - Schuldnerberatung Hamburg says:

    Gerne übernehme ich die Gespräche mit den Gläubigern/Banken. Ich übernehme die Moderation/Vertretung und Begleitung von Verschuldeten bundesweit – nehmen Sie gerne telefonisch oder über das Formular Kontakt auf, wir besprechen dann ausführlich Ihre Situation, die Möglichkeiten und weiteren Schritte.

  5. nn says:

    Mit Bank Schulden verhandeln?

    Ich komme mit meiner Bank (Targobank) nicht zurecht.Ich kann die Raten wg. Arbeitslosigkeit nicht mehr zahlen und habe hohe Bankschulden.Das Haus ist hoch belastet,ich möchte aber möglichst nicht in die Insolvenz (PrivatinsolvenZ).
    Aus der Familie gibt es Unterstützung-bei einer Insolvenz würde es für die Gläubiger wohl auch schlecht aussehen.
    Ich bin sehr an ihrem Schuldenvergleich mit der Bank interessiert. Es ist wohl besser wenn das ein erfahrener Anwalt/Spezialist wie Sie machtWir wohnen in Süddeutschland-wann kann ich einen Termin bekommen,ich komme auch hoch nach Hamburg.

  6. Oliver Gothe-Syren, Rechtsanwalt (Wirtschaftsrecht & Insolvenzrecht), InsolvenzAnwalt - Schuldnerberatung Hamburg says:

    Nach meiner Erfahrung kann man sehr gut mit Banken über Schulden verhandeln, wenn ansonsten für die Bank ein höherer Ausfall hinsichtlich der Darlehensforderung droht.
    Ich gehe in diesen Fällen mit der Bank die verschiedenen Szenarien durch, beleuchte als Insolvenzanwalt, warum (in den meisten Fällen) ein Insolvenzverfahren auch für die Gläubiger schlecht ist und erarbeite ein Vergleichsverfahren.
    Ich kann Ihnen einen Termin in einer Woche anbieten – ich biete auch zur Erleichterung von Betroffenen in Süddeutschland gerne Telefontermine oder Termine per Skype an.
    Senden Sie mir einfach Ihre Kontaktdaten über das Kontaktformular oder per eMail oder rufen Sie mich in meinem Büro an.

  7. Emil Ant. says:

    Gläubigervergleich statt Insolvenz – wie hoch?

    Ich habe Schulden bei verschiedenen Banken,ua Volksbank, Santander, Deutsche Bank…

    Ich möchte nicht in die Privatinsolvenz,wie sie schreiben bringt auch den Gläubigern nichts (keine Quote, wenn dann biete ich nur ohne Insolvenz über Familie etwas an).

    Die Schulden bei den Banken sind insgesamt ca. 200.000 Euro, meinen Sie ich komme mit einer Quote von 10-20% hin,also 20.000 bis 40.000 Euro?

    Ich möchte das gerne über Sie als erfahrenen Anwalt machen, damit Sie das ganze darstellen können, wie es ansonsten in der Insolvenz ausgehen würde (nicht gut, keine Quote wie gesagt, denke ich).

    Wie schnell bekommen einen telefonischen Termin?

  8. Oliver Gothe-Syren, Rechtsanwalt (Wirtschaftsrecht & Insolvenzrecht), InsolvenzAnwalt - Schuldnerberatung Hamburg says:

    Ich erarbeite und dokumentiere gegenüber den Banken/Gläubigern, was bei einer Privatinsolvenz herauskäme (Dauer, Quotenerwartung für die Gläubiger usw.).
    Häufig ergeben sich Quoten zwischen 0-5% in einem Privat-Insolvenzverfahren, so dass die Gläubiger froh sind, in einem Vergleichsverfahren zB 10 % Quote zu erhalten.

    Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, könnten € 20.000 bis 40.000 Vergleichsmittel ausreichen, um eine Regulierung mit Erfolg zu betreiben. Nehmen Sie einfach telefonisch oder über Kontaktformular Kontakt auf, einen telefonischen Termin kann ich innerhalb weniger Tage anbieten.

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