Burger King: 13 Filialen insolvent

Die BK System-Gastronomie Berlin GmbH, Betreiberin von insgesamt 13 Filialen der FastFood-Kette „Burger King“, hat Insolvenzantrag gestellt. Nach Berichten der Berliner Morgenpost (Internetausgabe www.morgenpost.de) fürchten jetzt die knapp 400 Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze; wie üblich wird zunächst fortgeführt, sind in dem dreimonatigen Insolvenzgeldzeitraum die Gehälter gedeckt und werden von der Arbeitsagentur vorfinanziert. Der vorläufige Insolvenzverwalter Torsten Martini muss nun einen Übernehmer finden. Üblicherweise wird dies bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens geplant: Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens würde sonst die Insolvenzmasse und ggf. der Insolvenzverwalter für eine Unterdeckung haften. Sollte bis November kein Käufer gefunden werden, ist mit der Schließung der Filialen zu rechnen.

Die überwiegende Zahl der Burger King „Restaurants“ werden durch Franchisenehmer betrieben. Nach meinen Erfahrungen in der Beratungspraxis, ist das Risiko, als Franchisenehmer insolvent zu werden, dadurch groß, dass zusätzlich zu den Fixkosten wie Personalkosten und Miete Abhängigkeiten vom Franchisgeber die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit einengen. In vielen Fällen können jedoch zum Zweck der Insolvenzvermeidung außergerichtliche Lösungen gefunden werden, sofern – wie bei GmbHs – kein Insolvenzgrund mit der Folge der Insolvenzantragspflicht vorliegt.

Ein Kommentar to “Burger King: 13 Filialen insolvent”

  1. Burger-King Betreiber Yi-Ko in Insolvenz | Insolvenz-News und Insolvenzberatung – Rechtsanwalt Schuldnerberatung Fachanwalt Insolvenzrecht Hamburg says:

    […] kommt es bei Franchise-Systemen häufig zu Insolvenzverfahren – über eine weitere Insolvenz von mehreren Franchise-Filialen von Burger-King hatte ich auch bereits hier berichtet. Das unternehmerische Risiko trägt der Franchisenehmer, […]

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